Über Uns

– Wir sind Teil einer globalen Graswurzelbewegung von Indigenen und Kleinbäuer*innen
– Wir treten ein für regenerative Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und den Erhalt von Ökosystemen und Lebensräumen ein, für Diversität und Biodiversität
– Wir stehen in Solidarität mit von Kolonialismus, Landraub und Vertreibung betroffenen Lebenwesen
– Wir wollen regionale Öko Landwirt*innen und Gärtner*innen unterstützen und miteinander vernetzen
– Wir fordern gesundes Essen für Alle
– Wir wollen mit dem Reformismus und der Agarindustrie aufräumen. Wir brauchen ein anderes System! Food System Change now!


Was machen wir?

Wir setzen uns für den Erhalt und die Verteidigung von Lebensräumen und Biodiversität ein.
Wir wollen regionale Gartenprojekte, Gärtner*innen und Bäuer*innen miteinander vernetzen und sie unterstützen.
Wir gärtnern zusammen und lernen zusammen mehr über den ökologischen Anbau. Schreib uns eine Mail, wenn du mitmachen willst!


Zu unseren Ideen gehören auch:
Anbau von alten Sorten, Überführung von Besitz in Commons, Biotope anlegen, Kompostierung, Permakultur, Waldgärten, Wälder sich selbst überlassen, zuhören statt erklären, Erfahrungswissen anerkennen, Solidarische Landwirtschaften, Saatguttauschbörsen und Open Source Saatgut, Community Kitchen/Küche für alle, Community Gardening, Kollektivbetriebe (wie Gärtnereien und Lebensmittelgeschäfte), Gewässer schützen, den Lebensstil der industriellen Zivilisation überwinden
😉

Warum das Ganze, die Agrarindustrie kann doch am besten für alle sorgen?

Nach unserer Fortschrittslogik wird Subsistenzlandwirtschaft oft als primitiv abgewertet. Menschen sollen sich nicht von den Früchten ihres Landes ernähren, vielmehr sollen sie Arbeit suchen und dann für Lebensmittel aus der industrialisierten und globalisierten Produktion bezahlen. Perspektivisch haben wir jedoch keine Ernährungssicherheit, da die Agrarindustrie diese nicht gewährleisten kann. Sie basiert auf der Zerstörung von natürlichen Funktionen und unterbricht unbedingt notwendige natürliche Wechselbeziehungen. Dadurch bedroht sie Lebensräume, die Gesundheit derjenigen, die neben den Pestizidfeldern leben, produziert einseitig Nahrungsmittel und bringt Mangelernährung und Krankheit mit sich. Sie verbraucht das Zehnfache der Energie, die in der von ihr produzierten Nahrungsmitteln enthalten ist. Sie verbraucht auch mehr finanzielle Mittel, als ein*e Landwirt*in angesichts des Preisverfalls wieder hereinholen kann und ist daher eine Schuldenfalle, die auch die Hauptursache für das Aussterben von kleinen Betrieben ist. Die industrielle Landwirtschaft ist alles andere als nachhaltig und begünstigt einen Klimakollaps – während alternative Formen diesem stark entgegenwirken könnten.

Nach einer Studie von Vandana Shiva könnte eine biodiversitätsintensive ökologische Landwirtschaft die doppelte Bevölkerungszahl Indiens ernähren und gleichzeitig natürliche Ressourcen erhalten. (Navdanya, Health per Acre, 2011). „Je größer die Vielfalt und je mehrdimensionaler die ökologischen Funktionen sind, desto stabiler und nachhaltiger ist ein System und desto mehr Güter und Dienstleistungen kann es bereitstellen“ (aus Agrarökologie und regenerative Landwirtschaft, p. 30)

Dies tun und wissen dies viele indigene Gemeinschaften schon immer und wir könnten viel von ihnen lernen. Der Großteil der biologischen Vielfalt unseres Planeten ist auf indigenem Land zu finden, während sie aufgrund der weißen Kolonialgeschichte nur noch ca. 5% der Weltbevölkerung ausmachen.

Eine ökologische Krise kann nicht in getrennte Bereiche aufgespalten werden sondern muss radikal und in einem großen Zusammenhang gesehen werden! Wir wollen keinen grün gewaschenen Kapitalismus, sondern grundsetzliches Infragestellen der Art und Weise wie wir leben und wie wir mit der Natur interagieren. Wir müssen mit den Gesetzen der Natur wirtschaften, nicht gegen sie!

Quellenverweise: Vandana Shiva, Agrarökologie und regenerative Landwirtschaft (2023), pp 25-30