Commons

Commons nennt man auch Gemeingut, Allmende oder Gemeinheit. Bevor sich das Konzept von Eigentum durchgesetzt hat, gab es weitestgehend Commons, zum Beispiel Land, Gewässer, Saatgut und Flächen ohne Besitzende, die von allen genutzt wurden. In unserem Kulturraum verdängte Eigentum die Commons im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit mit dem Aufkommen der Marktwirtschaft. Weltweit wurden jahrhundertelang militärische und polizeiliche Kampagnen gegen das Commoning durchgeführt so wie die Ausrottung und Zerstörung indigener Praktiken in Afrika, Asien, den Amerikas, die Todesstrafe gegen Kleinbäuer*innen in britischen Kolonien und die Zerstörung von Ökosystemen, die als schützende Lebensräume für Widerstandsbewegungen gedient haben.

Die Rücküberführung von Eigentum zu Commons wird „Commoning“ oder oft auch Vergesellschaftung genannt. 
Beispiele: Das Ackersyndikat überführt Land wieder in Gemeingut und entzieht es damit dem Spekulationsmarkt. Das Mietshäusersyndikat macht dasselbe mit Wohnraum. In Osnabrück baut der Solidarische Aufbau Tauschregale, die von allen benutzt und gepflegt werden. 

Dabei geht es Bedürfnisse statt Profite, Selbstorganisation statt Befehl und Kooperation statt Konkurrenz.

mehr dazu: https://commons-institut.org/